1.Neuauflage

Aktual. 28.1.12

Naturschutzgebiet Teck

Die Bäume des Teckwaldes

Totholz im Teckwald

Wie alt ist dieser Baum ?

Die Waldtiere vom Teckwald

 

 

Die Burg Teck steht in einem 376 Hektar großen Naturschutzgebiet. Das ist ungefähr so groß wie 370 Fußballfelder.

Davon sind ca.200 ha. Waldgebiet.

138 ha. davon als Schonwald ausgewiesen. Diese Schonwälder werden mit besonderer Rücksicht auf Tier und Pflanzenwelt bewirtschaftet.

Das sind ein paar trockene Zahlen, dass du dir das besser vorstellen  kannst habe ich eine kleine Grafik eingefügt, die dir das vielleicht  besser verständlich machen kann. 

Diese drei Farben symbolisieren das Naturschutzgebiet Teck !

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Die grüne Fläche zeigt das 200 Hektar große Waldgebiet an

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Die rote Fläche zeigt die 138 Hektar große Fläche an die als Schonwald ausgewiesen sind

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Naturschutzgebiet Teck !

 

Solche Schilder stehen auf dem ganzen Teckberg verteilt herum. Seit dem Jahr 1999 schützen sie den ganzen Teckberg . Man darf auf den Wegen zwar wandern, aber sonst ist für die Menschen vieles verboten. Was genau verboten ist kannst du auf der Zusatztafel die unterhalb des Naturschutzschildes steht lesen.

Hier sind ein paar Auszüge aufgeschrieben

Wege zu befahren.

feste Wege zu verlassen.

Hunde frei laufen zu lassen.

Tiere zu jagen.

Pflanzen zu pflücken, auszugraben, oder zu beschädigen.

Zu zelten, oder zu übernachten.

Feuer zu machen, außer an den dafür vorgesehenen Feuerstellen. 

 

Du wirst dich jetzt fragen, was ist an einem öden, ungepflegten Hang so besonderes? Warum darf man hier nicht herumtoben, Ballspielen oder Verstecke spielen, Grillen, Zelten oder einen Blumenstrauß pflücken?

Wen würde das stören?

Diese Fragen kannst du leicht selbst beantworten, wenn du dir über folgendes Gedanken gemacht hast:

- Hummel-Ragwurz, Helm-Knabenkraut und Wald­hyazinthe sind sehr seltene einheimische Orchideen. Hier wachsen sie noch. Aber es dauert viele Jahre, bis aus den staubfeinen Samen blühende Pflanzen ge­worden sind. Ein einziger Tritt kann die zarten Keimpflänzchen zerstören.  

Hummel-Ragwurz

Helm-Knabenkraut

Wald-Hyazinthe

- Andere Trockenrasen-Pflanzen, z. B. der Fransen-Enzian, die Karthäuser-Nelke oder das Sichel-Hasenohr wachsen ebenfalls sehr langsam.

-Goldammer, Dorngrasmücke, Feldschwirl, Baumpieper und Nachtigall bauen ihre Nester am Boden zwischen Gräsern und Gestrüpp. Werden sie gestört, lassen sie Eier und Jungvögel im Stich.

Viele Raupen der 300 verschiedenen Schmetterlinge, die auf dem Teckberg vorkommen, verstecken sich tagsüber am Boden. Niemand möchte, dass diese Pflanzen und Tiere aus unserer Heimat verschwinden.

 

Der Teckberg besteht aus ungefähr 200 ha. Waldgebiet. Dieses Waldgebiet nennt man Mischwald, das bedeutet dass Laub und Nadelbäume gleichermaßen in einem Gebiet wachsen.

  

Dieses  Bild von einem Mischwald entstand auf dem Bölleparkplatz

 

Die Bäume des Teckwaldes !

Die folgenden Bilder zeigen dir die typischen Bäume des Teckbergs. 

Die Rotbuche: Die Rotbuche ist ein sehr hartes Holz, es wird gerne in der Möbelfertigung verwendet. Die Rinde ist nicht so rau wie bei einer Eiche. Es wird noch in Weis.- und Rotbuche unterschieden. 

Die Rotbucheblätter: Die Blätter der Rotbuche haben Ähnlichkeit mit den Birkenblättern. Wenn man den Blätterrand genauer betrachtet, fällt einem der gerade Rand bei den Rotbucheblätter auf.  

  

Die Birke: Den Birkenbaum erkennt man leicht an seiner typisch weißen Rinde. Birken stellen nur geringe Ansprüche an Boden und Klima. Sie  wachsen auf trockenen sowie auf feuchten Böden. Hochwertiges Birkenholz eignet sich zur Furnierherstellung. Das Birkeholz eignet sich auch wunderbar zum Feuermachen, denn Späne und Schleißen aus diesem Holz sind die besten, da sie kaum Rauch entwickelten. Die Birkenrinde ist gut als Zunder und zum entzünden eines Feuers geeignet. Birkenholz kann wegen seiner geringen Tragkraft als Bauholz kaum verwendet werden. Es ist ein leichtes Holz und dabei aber sehr haltbar. Bei den Schreinern und Fassmachern war es einst sehr geschätzt. Man stellte daraus unter anderem Holzschuhe, Deichseln, Leitern, Tische, Stühle und Wäscheklammern her.

Das Birkenblatt: Das Blatt der Birke hat Ähnlichkeit mit dem Blatt der Rotbuche, wenn man den Blattrand etwas genauer betrachtet fällt einem der gezackte Rand des Birkenblattes auf. 

 

 

 

 

 

 

 

Die Eiche: Das Eichenholz ist ein sehr hartes Holz, es wurde früher hauptsächlich für den Schiffsbau verwendet. Die Eiche wächst 20-50 m hoch und trägt weit ausladende knorrige Äste. Eichen findet man sehr häufig, in Wäldern, als Straßenbäume, in Gärten und Parkanlagen. 

Die Eichenblätter: Die Laubblätter sind auffällig wellenförmig geformt. Die Eicheln eignen sich hervorragend für kleine Bastelarbeiten.

 

 

Die Kiefer: Kiefern sind immergrüne Pflanzen die meist als Bäume wachsen. Es treten aber auch als strauchförmige Büsche auf. Das Holz der Kiefern ist  leicht und harzreich. Es kann als Bauholz, zum Innenausbau, als Möbelholz und zur Papierherstellung verwendet werden.

Die Kiefernadeln: Das typische an dem Kieferast ist die Anordnung der Nadeln. Die Kiefernnadeln sind kreisrund angeordnet, außerdem sind die Kieferzapfen wesentlich kleiner als die Tannenzapfen

 

 

 

Totholz im Teckwald

Hast du dich auch schon mal gewundert warum im Teckwald alte Bäume rumliegen, oder was noch sonderbarer ist halb abgesägte Baumstämme rumstehen ? Das ist ein typisches Anzeichen dafür daß der Teckwald ganz natürlich wachsen und sich entwickeln soll und auch darf.

Die Baumstämme werden Totholz genannt, obwohl dieser Begriff absolut nicht richtig ist. Das Totholz steckt voller Leben, dort können Spinnen, Asseln, diverse Käfer oder auch Ameisen leben. Es ist auch ein wunderbarer Platz wo sich verschiedene Pilze ansiedeln können.

Es dient aber auch verschiedene Frösche, oder Salamander als Unterschlupf bei Regen oder in kalten Wintern.

Der Zerfall eines Baumstammes geht ja nicht von heute auf morgen sondern es dauert je nach Wetterlage Wochen oder Monate bis der Stamm total zerfallen ist.

Wenn der Stamm keine Nährstoffe mehr aufnehmen oder transportieren kann löst sich die Rinde, das bietet Mücken, Fliegen, und Spinnen sich dort einzunisten und dort ihre Eier abzulegen.

An den Stellen wo die Rinde keinen Schutz mehr bietet, breiten sich Pilze und Bakterien aus, diese Mikroorganismen machen das Kernholz für viele Insekten interessant, die wiederum verschiedene Räuber wie Spechte, Maulwürfe, oder Mäuse anlocken.

Nachdem das Holz total zersetzt worden ist können sich Würmer und Asseln dort heimisch fühlen.

 

Wie alt ist dieser Baum ?

Jetzt weist du ja eine ganze Menge über die typischen Bäume des Teckwaldes, weist du auch wie man das Alter eines Baumes bestimmst ?

Du denkst jetzt bestimmt. "Logisch weis ich das, das weis doch jeder."  So ein Baum hat, wie fast jeder weis, so genannte Jahresringe. Bei einem gefällten Baum kann man die Jahresringe zählen.

Hier siehst du von einem gefällten Baum die Jahresringe, aber findest du es nicht etwas übertrieben jeden Baum von dem man das Alter wissen will zu fällen ?                                                                                                                                                                     

Da gibt es bestimmt noch eine andere Möglichkeit. 

 

Für dieses Experiment brauchst du:  

1 Maßband

1 Bleistift

1 Notizblock

Bäume wachsen unterschiedlich schnell. Du hast bestimmt schon mal den Begriff Nadelbaum oder Laubbaum gehört. In der Regel wachsen Nadelbäume wie die Tanne, Fichte oder Kiefer schneller als die Laubbäume wie Buche ,Eiche oder Linde. Pro Jahr kommt aber bei jedem Baum 1 Jahresring dazu, das sind bei einem ausgewachsenen Baum ungefähr 2,5  Zentimeter .

1.) Halte dein Maßband ca. 1meter über dem Boden und messe den Umfang des Baumes ab.                                                                            

2.) Jetzt musst du nur noch die Zentimeterzahl durch 2,5 teilen und schon hast du das ungefähre Alter des Baumes.

 

 

 

Somit hat ein Baum mit:

60 cm Umfang Ein Alter von ca. 24 Jahren
65 cm Umfang Ein Alter von ca. 26 Jahren
70 cm Umfang Ein Alter von ca. 28 Jahren
75 cm Umfang Ein Alter von ca. 30 Jahren

 

Die Waldtiere vom Teckberg !

 

Auf dem Teckberg gibt es auch ganz viele Tiere, hier möchte ich euch ein paar Tiere des Teckwaldes vorstellen.

 

Der Igel!

Na ! Findet der Igel wohl den Wurm?

Das Stacheltier ist ein Einzelgänger, mit seinem Urin markiert er sein Revier das zwischen 1,8 und 2,5 ha groß ist. Da der Igel ein nachtaktives Tier ist, kann man erst bei Anbruch der Abenddämmerung rechnen dass man ihm auf seiner Beutetour begegnet. Auf seinen Raubzügen erbeutet er hauptsächlich Würmer, Schnecken, Tausendfüßler. Aber auch Beeren, Fallobst, und verschiedene Samen nimmt er gerne zu sich.

Der Igel kann zwischen 25-30 cm lang werden und zwischen 1,5 und 2 Kilo schwer , er hat sogar einen Schwanz der aber so klein ist dass man ihn kaum sieht. Die etwa 8000 Stacheln die ein erwachsener Igel hat sind ca. 2 – 3 cm lang. Sie sind innen hohl und haben einen Durchmesser von ungefähr 2mm.

 

 

Das Eichhörnchen!

Ganz ungestört ißt das Eichhörnchen die leckere Nuß

Der wohl flinkste Waldbewohner auf dem Teckberg ist wohl das Eichhörnchen. Das 200 - 400 gr. schwere Säugetier ist außer in der Paarungszeit ein Einzelgänger. Das Eichhörnchen ernährt sich nicht nur von Pflanzen wie Nüsse, Kastanien oder Tannenzapfen es ist auch ein kleiner Nesträuber der Jungvögel oder auch Eier aus Vogelnester verspeist.

Der wichtigste Körperteil ist wohl der Schwanz, dieser ermöglicht es dem Waldbewohner bei seinen weiten Sprüngen die durchaus 4-5 Meter weit sein können ihr Ziel ordentlich anzusteuern.

 

Das Reh !

Oh je ! Jetzt haben wir das Reh erschreckt!

Kein typischer Einzelgänger ist das Reh, nur in den kälteren Jahreszeiten schließen sich die scheuen Tiere zu Herden zusammen. Die Paarungszeit ist von Julie bis August, damit die kleinen, die man Kitze nennt, im nächsten Jahr so Mitte Mai auf die Welt kommen könne.

Rehe sind sehr wählerisch bei ihrem Speiseplan, die Wiederkäuer ernähren sich überwiegend von Kräutern, Früchten und Nadelsprossen, aber auch verschiedene Beeren werden nicht verschmäht. Ein erwachsenes Reh kann eine Schulterhöhe zwischen 60 und 90 erreichen, und eine Länge zwischen 100 und 140 cm. Sie werden in der Regel ca. 15 Jahre alt. 

 

 

Der Rotfuchs !

Jetzt hat er uns entdeckt.Aber keine Angst der tut uns nichts.

Der männliche Fuchs wird Rüde genannt.

Der weibliche Fuchs heißt Fähe. 

Bis in die 70 Jahre vermutete man, dass der Fuchs ein absoluter Einzelgänger ist. Durch eine groß angelegte Studie wurde aber herausgefunden dass der Fuchs ein regelrechtes Familienleben führt. Da übernimmt auch mal die Tante, oder ein anderes weibliches Familienmitglied die Beschützerrolle. Eine Fähe bringt ca.4-6 Junge auf die Welt. Der Fuchs ist eigentlich ein Raubtier, er jagt hauptsächlich Vögel, verschiedene Nagetiere oder Kaninchen. Aber  er isst auch Beehren die im Wald wachsen. Der Fuchs wird ca. 10-15 Jahre alt. Und können ein Gewicht von ungefähr 6-10 Kilo erreichen. Ein ausgewachsener Fuchs hat eine Schulterhöhe von ca.35-40 cm.

 

Das Wildschwein !

Hier fühlen sich die Wildschweine wohl.

Die weiblichen Wildschweine, man nennt sie auch Bache, leben in einem sogenannten Harem. Das bedeutet dass sich  die Weibchen zusammen mit ihren älteren Kinder vom Vorjahr um die Frischlinge kümmert. Es ist keine Seltenheit dass die älteren Kinder auch schon Nachwuchs haben.

Das Wildschwein ist eines der größten Tiere hier im Teckwald, es hat hier auch keinerlei natürliche Feinde mehr, denn Luchse, Bären, oder auch Wölfe gibt es hier in unserem Umkreis nicht mehr. Die Wildschweine sind Allesfresser, ernähren sich gerne von Gräsern, Kräutern, Wurzeln, Pilze, Beeren, Eicheln, Feldfrüchte, Würmer, Insekten, und Kleinsäuger.

Die männliche Wildsau, der Keiler, wird in der Regel zwischen 100 und 300 kg schwer.

Die Bache, also die weibliche Wildsau, wird immerhin zwischen 100 und 170 kg schwer.

Bei so einem hohen Gewicht ist es recht beachtlich dass die Wildschweine durchaus 50 km pro Stunde rennen können. 

In der freien Natur wird das Wildschwein ca. 20 Jahre alt.  

 

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