1.Neuauflage

Aktual. 28.1.12

Der Teckberg

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Das Biosphärengebiet

Der Gelbe Fels

Der Hohbol

Das Hörnle

Das Bölle

 

Biosphärengebiet Schwäbische Alb!

Seit dem 26.Mai 2009 stehen weite Teile rund um den Teckberg unter dem Schutz des Weltkulturerbe der UNESCO.

Nach einer langen Vorbereitungszeit, die schon im April 2007 begann, konnte der fertige Antrag im April 2008 an das International Gremium der UNESCO zugeschickt werden.

Somit wurde das „Biosphärengebiet Schwäbische Alb" geboren.

Auf einer riesigen Fläche von 85 000 ha. Erstreckt sich das Biosphärengebiet Schwäbische Alb. 

Um zu vergrößern. Einfach draufklicken !

Es wird in drei Zonen eingeteilt.

 

Zone 1 Die Kernzone ! Das sind ca. 3% vom Biosphärengebiet.

Zone 2 Die Pflegezone ! Sie nimmt ca. 42% in Anspruch

Zone 3 Die Entwicklungszone ! Sie ist mit ca. 55 % die größte Zone im Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

Alle Biosphärengebiete in Deutschland werden durch das Man And the Biosphere - Komitee (Auf Deutsch! Der Mensch und die Biosphäre !) in die verschieden Zonen eingeteilt.

 

Die Kernzonen !

 

Die Kernzone ist dafür gedacht dass sich die Natur unbeeinflusst von uns Menschen entwickeln und gestallten kann, sie dient dem Schutz der Pflanzen und Tierwelt.

 

Es ist nicht erlaubt in den Kernzonen :

Ausgewiesene Wege zu verlassen.

Feuer zu machen.

Zu Reiten.

Hunde frei laufen zu lassen .

Oder aus dem Wald Holz zu entnehmen.

 

Die Pflegezone !

 

Die Pflegezone ist der äußere Rand um die Kernzone, sie verbindet auch die einzelnen Kernzonen. In einer der Pflegezonen befindet sich auch der Teckberg. Die Pflegezone dient den landschaftstypischen Lebensräumen, sie werden überwiegend durch menschliche Nutzung gepflegt und erhalten. In den Pflegezonen ist es Verboten Handlungen zu unternehmen die den Naturhaushalt zerstören, beschädigen oder anderweitig beeinträchtigen.

 

Die Entwicklungszone !

Die Entwicklungszonen dienen dem Wirtschafts- und Lebensraum im Biosphärengebiet. 

Diese Zone beinhaltet die übrigen Flächen der Land- und Forstwirtschaft, die Industrie und das Gewerbe. Es sind die Flächen, die übrig bleiben nach Abzug der Kern- und Pflegezonen. Hier soll sich, anders als in den zwei anderen Zonen, wo die Natur ebenbürtig zum Menschen ist, der Mensch mit all seinen Ansprüchen entwickeln können. Hier sollen ökologische und ökonomische Wirtschaftszweige gefördert und erweitert werden.

 

Nun braucht sich die wunderschöne Landschaft der Schwäbischen Alb nicht mehr hinter den bekannten Nationalparks wie die Everglades in Amerika, den Mount Everest in China, oder dem Krüger Nationalpark zu verstecken.

 

 

 

 

In südlicher Richtung ist das rund 150 Meter breite Felsmassiv von süd-westlicher Richtung  aus zu sehen. Durch seine geringen Eisenanteile erhielt die beliebte Kletterwand seinen Namen.

Der Gelbe Fels

Der Fels besteht aber in erster Linie aus Kalkstein. Die Felswand entstand wahrscheinlich vor rund 200 Millionen Jahren als die Schwäbische Alb noch eine große Meerlandschaft war. Das sogenannt Jurameer erstreckte sich über ganz Europa. Es herrschte zu der Zeit ein tropisches Klima mit einer Wassertemperatur von 19°-23° Celsius, unzählige Lebewesen lebten in dem warmen Meerwasser

       Das Gestein entstand, als nach dem Tod der Lebewesen die Schalen zu Boden sanken und zunächst sogenannte Kalkschlämme bildeten. Kalkschlämme können sich im offenen Meer jedoch nur bis zu einer bestimmten Tiefe bilden. Unterhalb von 4.500 – 5.000 Metern Wassertiefe in tropischen Gewässern wird aufgrund des Wasserdruckes das Calciumcarbonat vollständig gelöst.

Durch die chemischen und physikalischen Veränderungen der Schlämme entstand dann der fester Kalkstein.

Unzählige kletterbegeisterte Männer wie Frauen lassen es sich nicht nehmen in dem anspruchsvollen Fels ihre Kletterkenntnisse zu erlernen oder zu vertiefen. Selbst für den einfachen Wanderer ist der Gelbe Fels ein lohnendes Wanderziel. Steht man auf dem Felsen hat man einen weiten Ausblick in das Lenninger Tal und Richtung Reutlinger Alb.

 

Der Hohbol

 Nicht allein wegen seiner freien Lage, sondern auch wegen seiner unverkennbaren Kiefergruppe die man von weitem schon sehen kann ist der Hohbol  so markant wie die Burg Teck selber.  

Diese wunderschöne Bild von der Kiefergruppe hat mir meine Schwester Beate Treutner zur Verfügung gestellt. Das Original kann auf Ihrer Homepage gedankenfrüchte.de betrachtet werden. 

Die Kiefergruppe wurde auf dem 602 Meter hohen Gipfel im Jahre 1916 angepflanzt .Aufgrund des nährstoffarmen Untergrunds ist es aber nie zu einer Ausweitung der Baumgruppe gekommen .Dazu kommt noch das durch die freie Lage der Kuppe an warmen Tagen der Boden ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist.

Zum besonderen Leidwesen der Schäfer breiteten sich am Hang Dornenhecken und alles mögliche Gestrüpp aus .Der Albverein, seit je her um den Naturschutz bemüht ,machte auf die Gefahr aufmerksam welche dem Landschaftsbild der Alb droht ,wenn die Schafweiden weiter zurück gehen. Die wichtigste Vorraussetzung war es die Schäferei wieder rentabel zu machen .Aus diesem Anlass zog im Dezember 1967 eine Gruppe von 80 Männern aus Alb und Turnverein , Modellflieger , Bauern , Schäfer und Stadtarbeitern hinauf um den Hohbol und das Bölle in freiwilliger und unentgeltlicher Arbeit von wilden Hecken und Dornenbüschen zu befreien .

Durch diesen Einsatz wurde der Hohbol ein imposanter Platz für Sonnwendfeiern, ein idealer Übungsplatz für die Segelflugmodelle , und eine saubere Schafweide .Verschiedene Tiere die Nahrung und Unterschlupf hier finden halten sich in geringer Zahl .Da sind zum Beispiel der Apollofalter, Wolfsmilchschwärmer, Heuschrecken ,Erdwespen ,Feldgrillen .Die Ameisen haben ihre Nester unter Steinen angelegt um sich vor ihren Feinden zu schützen .Am Südhang wo noch dichte Gebüsche vorhanden sind tummeln sich Heckenvögel .Die wichtigsten Tiere sind nach wie vor die Schafe denn was sie nicht abgrasen wird zur gestaltlosen Wildnis.

 

 

Das Hörnle!

Das Hörnle ist wohl der am meist besuchteste Platz auf dem Teckberg . Am Wochenende und an Feiertagen wird einem vom Frühjahr bis zum Spätsommer die Möglichkeit geboten bei einem Kioskwagen Getränke, Eis, rote Wurst oder verschiedene Getränke zu kaufen. Aber man kann auch seine mitgebrachten Speisen an den vorhandenen Feuerstellen grillen.

  Das Hörnle ist der nördlichste Fleck auf dem Teckberg es ist auch der Platz wo die meisten Besucher ihre Wanderung zur Burg Teck starten.

Selbst die Besucher die den steilen Weg zur Teck nicht gehen wollen, werden sich auf dem Hörnle sicher wohlfühlen.

Geht man vom Parkplatz aus auf den Ausläufer in nördliche Richtung zu, liegt einem der Ort Bissingen zu Füßen, weiter hinten sieht man die Stadt Weilheim, der Aichelberg mit seiner Autobahnauffahrt ist auch noch zu erkennen. Auch die drei Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen sind sehr gut zu sehen.

Läuft man ein paar Meter weiter, sieht man eine Gruppe mit 3 Lindenbäume stehen. Ein Lindenbaum wurde zusammen mit dem Gedenkstein zum 25-Regierungsjubiläum vom König Wilhelm I. gepflanzt.

Der Stein ist aus echtem Bissinger Marmor hergestellt worden. Der Marmor wurde um 1770 in großen mengen abgebaut und anschließend als Elfenbeinmarmor z.B. im Stuttgarter Schloss oder im Ludwigsburger Schloss verwendet.

Geht man ein paar Meter weiter den Abhang hinunter kommt man auf ein Relikt das aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg stammt. 

Diese Mauern waren Stützfundamente einer Start und Landebahn für Segelfliegern die dort mit einem Seilzug hinaufgezogen und hinauskatapultiert wurden. Weil man während dem 2.Weltkrieg auf dieser Rampe auch Lastensegler testete, wurde die Rampe von den Alliierten bombardiert und zerstört.

 

Das Bölle ! 

Das Bölle ist der niedrigste Hang am Teckberg, mit seinen 548 m liegt er tiefer als der Hohbol oder das Hörnle.  

Der südlichste Hang vom Teckberg wird hauptsächlich von Modellfliegern besucht weil ein großer Parkplatz gleich neben der Start und Landebahn für die Modelflugzeuge vorhanden ist, so ist es möglich sein Modelflugzeug gleich auf dem Parkplatz zusammenzubauen mit anderen Modelsportfreunde zu fachsimpeln und sein Modell gleich am Hang in die Lüfte zu schießen .

Bis 1985 war es noch erlaub mit seinen Grasskiern das Bölle hinunterzufahren. Es wurden sogar richtige Weltmeisterschaften ausgerichtet, aber aus gründen des Naturschutz wurden diese Aktionen verboten. 

Das auffälligste Merkmal vom  Bölle ist wahrscheinlich die Lindengruppe und der Pferchacker die wegen der Schafzucht eine absolute Notwendigkeit auf dem Teckberg sind.   

Nicht zu verachten ist auch ein Spaziergang auf dem Waldweg in südlicher Richtung. Macht man sich die Mühe auf dem ebenen Waldweg noch ca.  30-45 min. zu laufen hat man einen wunderschönen Ausblick in Richtung Bissinger Eichhalde.

Hat man geeignetes Schuhmaterial dabei, kann man auch den steilen Weg Richtung Gelber Fels gehen. Von dort hat man einen wunderschönen Ausblick auf das ganze Lenninger Tal.      

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Das Hörnle

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