1.Neuauflage

Aktual. 28.1.12

Mit einem Klick zur Teckgeschichte

 

Die Burg Teck wurde wahrscheinlich von Konrad von Teck 1122-1152 erbaut .Als „suum castrum silicet Thecche“ wurde sie erstmals 1152 in einem Vertrag zwischen Kaiser Barbarossa und Herzog Konrad von Teck erwähnt.

Konrad der 3.

Der Herzog versprach Kaiser Barbarossa beim geplanten Italienfeldzug  mit 500 gepanzerten Reitern und 50 Bogenschützen teilzunehmen. Dafür erhielt er die Herrschaft über Burgund und der Provence.

Als Pfand übergab der Herzog,  Barbarossa die Burg Teck samt Dienstpersonal und Gütern. Der Zähringer hielt sein Wort und bekam das Pfand 1156 wieder zurück. Nach dem Tod Bertholds lies sich sein jüngerer Bruder  Adelbert, der jüngste Sohn aus dem Hause Zähringend ,sich mit dem Besitz im Albvorland abfinden. Somit  nannte er sich ab dem Jahre 1188 Herzog von Teck. Hiermit wurde die Burg ständiger Wohnsitz der Teckherzöge. Als das Geld immer knapper wurde entschloss sich Herzog Hermann von der Teck 1303 eine Hälfte der Burg an die Habsburger zu verkaufen.

1381 wurde die andere Hälfte der Burg an die Württemberger Grafen  verkauft.

Württemberger Wappen

Mit dem Übergang der Burg an die Württemberger verlor die Teck die Funktion als Residenz und war nur noch der Sitz eines Vogts.

Die Burginsassen übergaben 1519 im Krieg des Schwäbischen Bundes die Burg an den Gegner Herzog U1rich von Württemberg.

Herzog Ulrich

1525 wütete der Bauernkrieg in ganz Südwestdeutschland, hierbei wurde die Burg Teck völlig zerstört.

Zum Schutz der immer wieder kehrenden Franzoseneinfällen überlegte sich 1725 Herzog Karl Alexander, ein General unter Prinz Eugen, die Burg zu einer großen und modernen Festung auszubauen. Hand in Hand arbeiteten Handwerker, Soldaten und Fronarbeiter unter der Leitung von Leutnant Öttinger an diesem Ziel. Die finanzielle Hauptlast von ca.7000 Gulden trug das Oberamt Kirchheim.

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Die im Juni 1736 begonnenen Arbeiten wurden ein Jahr später aufgrund des plötzlichen Todes des Herzogs vorzeitig beendet.

1738 erlaubte die Regierung das Gebäude abzureisen.

Als eine Wandergruppe des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins am Himmelfahrt 1888 eine Wanderung zur Burg Teck unternahm, kamen sie in einen sehr starken Regenschauer. Die ganze Gruppe sammelte sich in dem sehr engen Kellerraum der Turmruine. Durch diesen Vorfall wurde der Wunsch  geweckt, dass es auf der Teck einen Aussichtsturm geben soll der dem ankommenden Wanderer einen Unterschlupf bieten soll.

Kurz darauf gingen Oberamtsbaumeister Koch und Albert Hölzle auf die Burg um Pläne für eine Schutzhütte und einen Aussichtsturm zu erstellen. Ein Jahr später, am 1.September 1889 wurde der Teckturm mit Anbau eingeweiht.

Die Burg Teck entwickelte sich zu einem beliebten Ausflugsziel für die Bevölkerung.

   

Das alte und marode Dach des Hauses und des Turmes wurde 1921 neu gedeckt

Im Dachstock des Turmes schuf der Verschönerungsverein Kirchheim 1926 eine kleine Wohnung, so musste der damalige Pächter Rudolf Zeller nach einem arbeitsreichen Tag nicht mehr den beschwerlichen Weg Richtung Heimat nehmen sondern konnte auf der Teck seinen Feierabend genießen. 

Als der Ausbau abgeschlossen war wurde 1933 die Mörikehalle neu gebaut.

Im Jahr 1935 wurde die Burg Teck an das Telefonnetz angeschlossen.

1939 wurde sogar noch eine Wasserleitung vom Bissinger Tal herauf verlegt.

1948 wurde durch den Verschönerungsverein Kirchheim die Burg Teck noch mit Strom ausgestattet, so konnte der damalige Pächter der Burg Teck Franz Dadlhuber verschiedene Kleingeräte wie einen Kühlschrank, und einen Elektroherd betreiben.

Am 1.April 1954 wurde der Schwäbische Albverein neuer Burgherr. Der damalige Vorsitzende des Schwäbischen Albvereins Georg Fahrbach erwarb nicht nur die Räumlichkeiten der Burg Teck, sondern  kaufte für den Schwäbischen Albverein auch gleich Grund und Boden der Teck dazu.

1954/55 entstand dann das Wanderheim. 

Die Wirtschaftsräume, die Halle, und der Schlaftrakt wurden neu gebaut.

Ich bedanke mich recht herzlich bei der Firma Holzbau Merkle. Sie stellte mir die sehr interessanten Bilder zur Verfügung.

Der alte Turm, der im Stil von Neuschwanstein gebaut war, bot gefährliche Windfänge, deshalb wurden die gefährdeten  Stellen entfernt. 

Nachdem sich über 1000 neue Dachziegel bei einer stürmischen Nacht vom neu gedeckten Teckturm verabschiedeten, ist man zu dem Entschluss gekommen dass man die Dachziegel zusätzlich mit Draht befestigen muss.   

1955 erhielt der Aussichtsturm seine heutige Gestallt.

Dann wurde es 1999 endlich wahr, der ganze Teckberg wurde durch das Regierungspräsidium Stuttgart und dem Landratsamt Esslingen unter Naturschutz gestellt.

Am 9. November 1999 unterschrieb der Regierungspräsident Dr. Udo Andriof, sowie  Landrat Dr. Hans Peter Braun, und der Präsident des Schwäbischen Albvereins Peter Stoll, an einem nebelverhangenen Herbsttag die Verordnung des Naturschutzgebiets „Teck“.

Somit bietet die Burg mit dem ganzen Berg auch weiterhin ein schönes und reizvolles Wandergebiet für Groß und Klein.

Eine Vesperpause muß auch mal sein.

Im Juli 2002 wurde das 850 Jährige bestehen der Burg Teck gefeiert. Als am Samstag, dem 6. Juli, die ersten Gäste auf der Teck eintrafen, waren dicke Nebelschwaden im Burghof. So fanden die mittelalterlichen Klänge der Gruppe O’gwiiß aus Neidlingen ein tolles Ambiente. Als die Volkstanzgruppe Frommern auftrat, hatte sich der Nebel verzogen, und die Sänger, Tänzerinnen und Tänzer in ihren tollen Kostümen zeigten im Burghof ihr können.

Am Sonntag zeigten die Fahnenschwinger aus Neckartailfingen in einer optimale Kulisse ein farbenprächtiges Spektakel.

Günther Weckerle, Hanno Kluge, Karl Glasstätter und Helmut Eberhard Pfitzer zeigten Sachen zum Lachen in schwäbischer Mundart.

Schließlich trat noch die Kindertanzgruppe Neckartailfingen auf und verzauberte das interessierte Publikum. So ging ein tolles Wochenende mit vielen Attraktionen und Feierlichkeiten zu Ende.

Anfang 2004 übernahm das Ehepaar Seehofer als neue Pächter die Burg Teck. Umfangreiche Umbaumaßnahmen wurden dann eingeleitet. Die WC-Anlagen im Torbogen wurden komplett herausgerissen und saniert. Im Mörikesaal wurden neue Fenster eingebaut, in den Räumlichkeiten wurden verschiedene Brandschutzmaßnahmen vorgenommen und Feuermelder installiert. Es wurde auch ein  Feuerlöschteich  außerhalb der Burgmauern angelegt.

Ich bedanke mich recht herzlich bei der Feuerwehr Owen für die Erlaubnis das Bild für meine Homepage zu verwenden. Es entstand am 19.Juni 2007 bei einer Übung zusammen mit der Bissinger Feuerwehr auf der Teck.

Zusätzlich wurde noch eine Nottreppe als Fluchtweg an das Gästehaus angebaut.

An den Umweltschutz wurde auch gedacht. In einer Zisterne im Burghof wird Regenwasser gesammelt und damit die sanitären Anlagen gespeist. Die ganzen Umbaumaßnahmen  mit der kilometerlangen Wasserleitungen die 2003 neu angelegt wurden belaufen sich die Kosten auf  450 000 €.

Durch bestimmte Events wie die Bärlauchtage im Frühjahr, oder im Juni die Pfifferlingswochen lockten die Seehofers viele Gäste auf die Burg Teck . Auch die Teckburger Tafelei ist ein Hochgenuss der besonderen Art der die Teck noch bekannter gemacht hat. 

Am 26.Mai 2009 wurde bei der 21 Sitzung auf der koreanischen Insel Jeju von der UNESCO weite Teile der Schwäbischen Alb zum Biosphärengebiet „Schwäbische Alb“ ausgesprochen. Nun wurde die Schwäbische Alb neben den  hawaiianische Inseln, den Rocky Mountain`s oder dem Krüger Nationalpark, um nur einige zu nennen in die lange Liste der zu schützenden Landschaftsgebiete eingereiht.

Ende Mai 2010 rutschte auf der Ostseite  ein großes Teil der Burgmauer ab. Große Mauersteine blieben auf dem Zufahrtsweg der Teck liegen ,sie wurden noch am gleichen Tag von der Feuerwehr Owen beiseite geschafft. 

Es  wurde durch die beigezogenen Archäologen festgestellt das es auf der mittelalterlichen Burg eine Freitreppe gab, die vom Hof  über einen Turm  in einen Kellerraum oder in eine Zisterne führte. Nun hat das Landesdenkmalamt einen erfahrenen Bauingenieur beauftragt ein Gutachten zu erstellen, ob es die Statik erlaubt einen neuen Ostturm auf der Teck zu erbauen. 

Am dem 15.Januar 2012 hat ein Pächterwechsel auf der Burg Teck stattgefunden. Uwe Bogner hat das Flagschiff des Schwäbischen Albvereins von der Familie Seehofer übernommen. Die Familie Seehofer geht in den wohlverdienten Ruhestand..